NORBERT WEBER (GERMANY)

20181207 Shichi Fukujin (Sieben Glücksgötter)

The Shichi Fukujin 七 福神 are a unique arrangement of gods that exist in this way only in Japan and the Antoni as a „firm iconographic connection originally original deities“.

The group of these sieves was created with the urban culture in the Muromachi period 室町時代 (1333-1573) and received during the Edo period 江 戸 時代 (1600-1868) its characteristic form until today.

They express the pursuit of material-worldly happiness (geniy riyaku 現 是 利益) and symbolize happiness in the form of wealth, food and long life.

The group includes:

Ebisu 恵 比 寿, the only native deity
Daikoku-ten 大 黒, 弁 才 天 and

Bishamon-ten 毘 沙門 天 (also Tamon-ten), three of the

Tenbu 天 部 assigned and thus originally from India Devas.
Hotei 布袋, a Chinese Buddhist figure,
Fukurokuju 福禄寿 and Jurōjin 寿 老人, two Daoist beings.

Dealing with these deities is very familiar.

🌐🌐🌐🌐🌐🌐🌐

Die Shichi Fukujin 七福神 sind eine einzigartige Anordnung von Göttern, die auf diese Weise nur in Japan existieren und die Antoni als eine „feste ikonographische Verbindung ursprünglich eigenständiger Gottheiten“ bezeichnet (vgl. Antoni 1998, S. 127). 

Die Gruppe dieser Sieben entstand mit der städtischen Kultur in der Muromachi-Zeit 室町時代 (1333 – 1573) und erhielt im Laufe der Edo-Zeit 江戸時代 (1600-1868) ihre bis heute charakteristische Gestalt

Sie bringen das Streben nach materiell-diesseitigem Glück (genze riyaku 現是利益) zum Ausdruck und symbolisieren Glück in Form von Reichtum, Nahrung und langem Leben.

Die Gruppe umfasst:

  • Ebisu 恵比寿, die einzige einheimische Gottheit
  • Daikoku-ten 大黒,  弁才天 und Bishamon-ten 毘沙門天 (auch Tamon-ten), drei den Tenbu天部 zugeordnete und damit ursprünglich aus Indien stammende Devas.
  • Hotei 布袋, eine chinesisch-buddhistische Figur,
  • Fukurokuju 福禄寿 und Jurōjin 寿老人, zwei daoistische Wesen.

Der Umgang mit diesen Gottheiten ist sehr familiär, vielleicht sogar burschikos und es ist erlaubt, sie als ulkige Figuren darzustellen und sich über ihre Eigenheiten lustig zu machen.

Es gibt zahllose anzügliche Lieder und Karikaturen von ihnen.

Die Shichi Fukujin nehmen einem das aber gar nicht übel, sind sie doch selber Genossen, die gern auf Kosten anderer einen Schabernack treiben.

Entstehung der Siebener Gruppe

Dazu gibt es verschiedene Theorien. Grundsätzlich ist zu sagen, dass sowohl im Buddhismus als auch im Daoismus die Zahl Sieben mit Unglück in Verbindung gebracht wird, eine Vorstellung, die es auch in Japan in Form der „sieben Übel“ (shichinan) gibt.

So soll also jeder Gott einem dieser Übel entgegenwirken.

Nichiren und Tenkai 

Der schweizer Kunstsammler Ugo Casal (1888-1964) verfasste in den 1950er Jahren einen einflussreichen Aufsatz zu den Glücksgöttern, in dem er viele auch heute noch in Japan gängige Erklärungen unterhaltsam zusammenfasste.

Casal zufolge (1958:2) soll der Mönch Nichiren (1222–1282) bereits im 13. Jahrhundert gesagt haben, dass angesichts der Kriegs- und Pestilenz-Verheerungen viele Menschen in der Religion Zuflucht suchen, durch Besprenkeln mit Weihwasser versuchen, böse Geister zu bannen oder die Namen der sieben Glücksgötter auf Papierzettel schreiben, die sie dann auf ihre Türpfosten hängen.

 

Diese wäre demnach die älteste Erwähnung eines japanischen Glücksgötterseptetts. Allerdings scheint es für den Ausspruch Nichirens keine gesicherten Belege zu geben.

Zumindest waren diese Sieben Glücksgötter wohl nicht mit dem heutigen Pantheon identisch.

Die heute bekannten Attribute und Charaktereigenschaften sollen laut einer Überlieferung auf den Erzbischof

 Tenkai 天海 zurückgehen, der vom Tokugawa-Shôgun Iyeasu nach den Eigenschaften eines guten Herrschers gefragt worden sein soll und als Antwort darauf von den sieben Haupt-Tugenden sprach, wobei er je eine dieser Tugenden mit einem Glücksgott in Verbindung brachte.

Diese Zuordnung schaut folgendermaßen aus:

  • Ebisu: Fleiß
  • Daikoku: Reichtum
  • Benten: Liebenswürdigkeit
  • Bishamon: Weisheit
  • Fukurokuju: Würde
  • Jurôjin: langes Leben
  • Hotei: Freigebigkeit

Nach anderen Überlieferungen ist der Höfling Dai Oi-no Kami für die heutige Konstellation verantwortlich.

Entstehung der Siebener Gruppe

Dazu gibt es verschiedene Theorien. Grundsätzlich ist zu sagen, dass sowohl im Buddhismus als auch im Daoismus die Zahl Sieben mit Unglück in Verbindung gebracht wird, eine Vorstellung, die es auch in Japan in Form der „sieben Übel“ (shichinan) gibt.

So soll also jeder Gott einem dieser Übel entgegenwirken.

Nichiren und Tenkai (Ugo Casal, 1958)

Der schweizer Kunstsammler Ugo Casal (1888-1964) verfasste in den 1950er Jahren einen einflussreichen Aufsatz zu den Glücksgöttern, in dem er viele auch heute noch in Japan gängige Erklärungen unterhaltsam zusammenfasste.

Casal zufolge (1958:2) soll der Mönch Nichiren (1222–1282) bereits im 13. Jahrhundert gesagt haben, dass angesichts der Kriegs- und Pestilenz-Verheerungen viele Menschen in der Religion Zuflucht suchen, durch Besprenkeln mit Weihwasser versuchen, böse Geister zu bannen oder die Namen der sieben Glücksgötter auf Papierzettel schreiben, die sie dann auf ihre Türpfosten hängen.

 

Diese wäre demnach die älteste Erwähnung eines japanischen Glücksgötterseptetts. Allerdings scheint es für den Ausspruch Nichirens keine gesicherten Belege zu geben.

Zumindest waren diese Sieben Glücksgötter wohl nicht mit dem heutigen Pantheon identisch.

Die heute bekannten Attribute und Charaktereigenschaften sollen laut einer Überlieferung auf den Erzbischof Tenkai 天海[2]zurückgehen, der vom Tokugawa-Shôgun Iyeasu nach den Eigenschaften eines guten Herrschers gefragt worden sein soll und als Antwort darauf von den sieben Haupt-Tugenden sprach, wobei er je eine dieser Tugenden mit einem Glücksgott in Verbindung brachte.

Diese Zuordnung schaut folgendermaßen aus:

  • Ebisu: Fleiß
  • Daikoku: Reichtum
  • Benten: Liebenswürdigkeit
  • Bishamon: Weisheit
  • Fukurokuju: Würde
  • Jurôjin: langes Leben
  • Hotei: Freigebigkeit

Nach anderen Überlieferungen ist der Höfling Dai Oi-no Kami für die heutige Konstellation verantwortlich, da er einen Traum, den der Shôgun Tokugawa Iemitsu in der Neujahrsnacht 1624 hatte, ausgelegt haben soll.

Außerdem gab es in Japan die Vorstellung von den „sieben Quellen der Glückseligkeit“ (Casal 1958:4), und es wird ebenfalls Tenkai zugeschrieben, dass er jeden der shichifukujin zur Personifizierung einer solchen Quelle gemacht haben soll.

Laut japanischen Volkskundlern ist die Rolle Tenkais jedoch nur in Form von Legenden belegt, während die Entstehung des Glücksgötterensembels selbst tatsächlich etwas weiter zurückreichen dürfte.

Außerdem gab es in Japan die Vorstellung von den „sieben Quellen der Glückseligkeit“ (Casal 1958:4), und es wird ebenfalls Tenkai zugeschrieben, dass er jeden der shichifukujin zur Personifizierung einer solchen Quelle gemacht haben soll.

Laut japanischen Volkskundlern ist die Rolle Tenkais jedoch nur in Form von Legenden belegt, während die Entstehung des Glücksgötterensembels selbst tatsächlich etwas weiter zurückreichen dürfte.

 

 

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